Sammlung Musikgeschichte
Max-Reger-Archiv
der Meininger Museen
Georg Lilie: Entwurf für die Sängerbund-Fahne, 1925
Entwurf für eine Fahne des Henneberger Sängerbundes
Henneberger Sängerbund

Der zu Beginn des Jahres 1846 von Andreas Zöllner (1804-1862) gegründete Henneberger Sängerbund erlangte erst durch die Neugründung am 9. 3. 1862 Leben. Nach anfänglich ca. 400 Mitgliedern stieg die Zahl der vereinigten Sänger bis 1932 auf ca. 7.000. Über mehrere Jahrzehnte bereicherte der Sängerbund u. a. durch Bundessängerfeste, Sängertage und Chorleiterkurse das Musikleben der Region. Charakteristisch wurde im Zuge der allgemeinen Singebewegung u. a. die Etablierung von Massenchören.

Als offizielles Organ des Sängerbundes diente zeitweise die Beilage "Das deutsche Lied" der Hildburghäuser Dorfzeitung, später Thüringer Landeszeitung.

Als Dachorganisation arbeitete der am 21. 9. 1862 u. a. von Carl Gerster in Coburg gegründete Deutsche Sängerbund. Im Zuge von Strukturveränderungen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde der Henneberger Sängerbund im Mai 1934 aufgelöst und zum 1. 6. 1934 unter den Namen "9. Sängerkreis Henneberg" sowie "10. Sängerkreis Hildburghausen" im "Gau 19 Thüringen des Deutschen Sängerbundes" weitergeführt.



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